Ferien- und Studentenjobs

Erst anmelden, dann arbeiten

Irgendwann hilft es ja nichts. iPhone, Kinokarten, Pizza oder ein Fahrrad lassen sich mit deutlich weniger Stress beschaffen, wenn man Geld hat. Das gibt es zum Beispiel im Austausch gegen Arbeit. Und wie immer, wenn Geld den Besitzer wechselt, beansprucht das Finanzamt seinen „fair share“.
Typische Jobs finden sich gerne in der Gastronomie, deren Arbeitszeiten überlicherweise außerordentlich studienfreundlich sind.

Für die Lohnabrechnung lassen sich 2 Modelle beleuchten: 

1. Die Arbeitsleistung wird in Rechnung gestellt. Dafür müsste der Jobber ein Gewerbe anmelden und eine entsprechende Buchhaltung führen. Für einen Ferienjob oder einen Nebenjob für nur einen Arbeitgeber ist das schon wegen der ganz offensichtlichen Scheinselbstständigkeit nicht anzuraten.

2. Eine Anmeldung als Arbeitnehmer. Seriöse Arbeitgeber werden ganz automatisch diesen Weg wählen.

Für die Berechnung der Lohnsteuer braucht der Arbeitgeber die Steuer-identifikationsnummer, die es, falls noch unbekannt, beim Bundeszentralamt für Steuern gibt. Wir haben auf unserer Website einen Link eingerichtet: 

dassteuerhaus.de/steueridentifikationsnummer

In den meisten Fällen wird die Steuerklasse I für die Lohnsteuer zugrunde gelegt. Bei mehreren Jobs sollte der lukrativste als erstes Anstellungsverhältnis angegeben werden, denn alle weiteren werden mit der sehr ungünstigen Steuerklasse VI versteuert.

Bei einem Ferienjob, und sofern es keine anderen regelmäßigen Einkünfte gibt, ist davon auszugehen, dass die einbehaltene Lohnsteuer nach Abgabe der Einkommensteuererklärung zurückgezahlt wird.

Für einen regelmäßigen Nebenjob allerdings lohnt sich schon der Gang zum Steuerberater, um ggf. über Werbekosten oder Sonderausgaben Rückzahlungen zu erhalten.

Und es ist auch bei einem Nebenjob schon bei der Gehaltsverhandlung wichtig, die Lohnabzüge zu berücksichtigen, um zu wissen, wie viel für iPhone, Pizza und Kino bleibt.

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