1%-Regelung für Autos

Dann fahren Sie doch lieber!

Beim Auto wird es leidenschaftlich. Solange Sie nicht privat einen Porsche fahren und betrieblich auf den Smart beschränkt sind, wird das Finanzamt immer annehmen, dass Sie Ihr Dienstfahrzeug privat nutzen. 

Auch wenn in der Nutzungsregelung die private Nutzung ausdrücklich ausgeschlossen ist, so reicht dem Finanzamt dennoch der geringste Hinweis, dass Sie das Fahrzeug trotzdem privat genutzt haben um die 1%-Regelung zur Anwendung zu bringen.
Wurde die private Nutzung freigestellt, das Fahrzeug aus Mangel an Bedarf privat aber nicht genutzt, nützt das gar nichts. Das Finanzamt möchte seine 1%.
Die einzige Lösung gegen die 1%-Regelung bleibt also das Fahrtenbuch. Ansonsten werden 1% des Neuwertes auf das zu versteuernde Gehalt geschlagen. Und dann kann man das Fahrzeug ja auch fahren.
Ein Hinweis für Oldtimerfans:
Oldtimer werden als Dienstfahrzeuge grundsätzlich akzeptiert und ebenfalls mit der 1%-Regelung berechnet. Nur haben die ja früher nicht so viel gekostet. Neupreis eines VW T1 Bulli in Grundausstattung: 5850,- DM entspricht 2991,- €. Eine Inflationsbereinigung des Preises wird nicht vorgenommen und der Gebrauchtpreis des Fahrzeugs ist irrelevant. Mit neuer Einspritzanlage und Katalysator kann man dann stilvoll fahren und das bei Steuern auf ca. 30,- €/Monat.

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