Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen

Heizen ist die Umwandlung von Energie in Wärme - diese Energie ist danach erst einmal verloren. Weil wir zur Zeit diese Energie immer noch zu großen Teilen aus fossilen Brennstoffen gewinnen, herrscht eine gewisse Sorge, den Vorrat betreffend. Denn fossile Brennstoffe, darauf deutet schon der Name hin, lassen sich nicht mal eben nachbilden, denn das mit der „Fossilierung“ braucht Zeit. 

Wärmedämmung und eine effiziente Nutzung dieser Energie sind die aktuellen Waffen gegen ein Ausbluten der Reserven und auch gegen die einhergehende Klimaveränderung. Hier muss angemerkt werden, dass die Klimaerwärmung nicht mit dem Entweichen von Wärme aus Häusern in Verbindung steht, sondern mit Atmosphärischen Veränderungen, die dort für mehr Wärme sorgen, wo es bereits zu warm ist und hier eher mehr Stürme und Überschwemmungen zur Folge haben.

Entlang gesellschaftlicher Bemühungen hier eine Art Kurve zu kriegen, belohnt der Staat technische Verbesserungen an Häusern die älter sind als 10 Jahre mit Steuervergünstigungen. Im Verlauf der ersten 3 Jahre können bis zu 20% der Baumaßnahmen auf die Einkommensteuer angerechnet werden, wenn das Gebäude sich vollständig in der eigenen Nutzung als Wohnraum und im eigenen Besitz befindet. Die Baumaßnahmen dürfen nicht vor Anfang des Jahres begonnen haben und müssen bis 2030 abgeschlossen sein - anders gesagt, diese Regelung gilt für 10 Jahre.

Zu einer gültigen Verbesserung der Heizeffizienz zählen

1. Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Geschossdecken

2. Erneuerung der Fenster oder Außentüren

3. Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage

4. Erneuerung der Heizungsanlage

5. Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung 

6. Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind

Mit in die Kosten aufgenommen werden, können auch die Kosten für einen Energieberater. Die Gesamtsumme der Steuerersparnis ist begrenzt auf 40.000,- €. Mehr als 200.000,- € zu investieren würde also keinen weiteren Steuervorteil ergeben.

Sowohl auf Seiten des Hausbesitzers, als auch auf Seiten der beauftragten Fachunternehmen und eines Energieberaters müssen für eine solche Maßnahme Bedingungen erfüllt werden. 

Die Eingangsvoraussetzungen sind:

  1. Das Wohngebäude muss im europäischen Wirtschaftsraum liegen und zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden.
  2. Das Gebäude muss älter als 10 Jahre sein.
  3. Das Gebäude darf ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden.

Der Energieberater muss die Zulassung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zum Förderprogramm "Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)" haben.

Fachbetrieb müssen aus den Bereichen:

  1. Mauer- und Betonbauarbeiten,
  2. Stukkateurarbeiten,
  3. Maler- und Lackierungsarbeiten,
  4. Zimmer-, Tischler- und Schreinerarbeiten,
  5. Wärme-, Kälte- und Schallisolierungsarbeiten,
  6. Steinmetz- und Steinbildhauarbeiten,
  7. Brunnenbauarbeiten,
  8. Dachdeckerarbeiten,
  9. Sanitär- und Klempnerarbeiten,
  10. Glasarbeiten,
  11. Heizungsbau und -installation,
  12. Kälteanlagenbau,
  13. Elektrotechnik- und -installation,
  14. Metallbau

kommen und dürfen jeweils nur in ihrem Fachbereich eingesetzt werden.

Die jeweiligen Fachbetriebe müssen bescheinigen, dass die Voraussetzungen für die Umsetzung energetischer Maßnahmen erfüllt sind. Das muss nach amtlichen Muster geschehen, das hier zum Download bereit steht.


Solarenergie
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