Homeoffice Pauschale

Offensichtlich ist das Homeoffice unter dem Einfluss von Corona in den Fokus gerückt. Inspiriert von dem Wunder der Heimarbeit, das in ganz Deutschland zu sehen war, gab es Anstrengungen ein Recht auf Homeoffice einzurichten. Das war allerdings wohl zu weit gegriffen und sicher kann man argumentieren, dass das neue Konflikte erzeugt hätte - abgesehen von einer gewissen Ungerechtigkeit denen gegenüber, die wegen der Berufswahl für Homeoffice nicht in Frage kommen, wie z.B. Taxifahrer oder Maurer.

Der Staat sieht sich aber ganz offensichtlich in der Pflicht dem allgemeinen Trend zu mehr Homeoffice zu entsprechen und eine Pauschale einzurichten, die auf Homeoffice-Tätigkeiten angewendet werden kann.

Als neuer Bestandteil der Werbungskostenpauschale, darf für das Homeoffice 5,- €/Tag des vom für die Lohn- oder Einkommensteuer zugrunde gelegten Gehalts abgezogen werden, wenn am betreffenden Tag keine andere Arbeitsstätte aufgesucht wurde als das eigene Zuhause. Die Gesamtsumme ist mit 600,- €/Jahr begrenzt. Allerdings sind das ja schon 120 Tage/Jahr, also ca. 50% der normalen Arbeitstage. Mehr Homeoffice würde schon die Frage aufwerfen, ob das eigentliche Büro nicht sowieso in Wirklichkeit zuhause ist.

Tolerant in dem Zusammenhang ist die Auslegung des Begriffes Homeoffice. Der Sofasessel vor dem Fernseher eignet sich gleichermaßen wie der Küchentisch oder die Badewanne - wo man sich eben am wohlsten oder effizientesten findet. Zumindest gilt das für die steuerliche Sicht. Arbeitgeber haben vielleicht eigene Prioritäten. Egal ist übrigens auch, ob dieselbe Wohnung, z.B. in einer Gemeinschaft, in der beide Partner berufstätig sind, mehrfach als Homeoffice angegeben wird.

Die Pauschale gilt erst einmal für die Jahre 2020 und 2021.

Wie Eingangs erwähnt, ist die Homeoffice-Pauschale ein neues Element der Werbungskostenpauschale. Sollte darin in der Vergangenheit schon ein Arbeitszimmer berücksichtigt worden sein, ergibt sich natürlich kein weiterer Vorteil.

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