Grundsteuerreform verabschiedet

Einfacher und fairer

Die Grundsteuerreform, gültig ab 2025, wird durch drei neu verabschiedete Gesetze beschrieben. 

Anlass war die aktuelle, nach Ansicht des Bundesverfassungsgerichts verfassungswidrige, Regelung. In Zukunft wird mit der neuen Gesetzgebung nicht mehr der Bodenwert zugrunde gelegt, sondern die Erträge, wie z.B. Mieteinnahmen. 

Für die Bundesländer wird es eine Öffnungsklausel geben, damit Länder die Grundsteuer in einem abgeänderten Bewertungsverfahren erheben können. 

Noch ist die durch die Änderung geänderte Einnahmesituation für die Gemeinden schwer einschätzbar. 

Im Detail setzt sich die neue Berechnung aus 3 Schritten zusammen:

Zuerst werden die Grundbesitzwerte berechnet. Sie setzen sich zusammen aus dem Bodenrichtwert, dem Mietspiegel - hier gilt die Nettokaltmiete - die Grundstücksfläche, die Art des Gebäudes und das Alter des Gebäudes. 

Es werden die Wertsteigerungen ausgeglichen. Die Steuermesszahl wird an der Stelle von 0,35% auf 0,034% gesenkt. Der soziale Wohnungsbau soll weiterhin geförder werden und bekommt auf die Steuermesszahl noch einmal eine Erleichterung von 25%.

Die Hebesätze werden durch die Kommunen angepasst, um mögliche Mehreinnahmen  wieder zu nivellieren.

Es gibt im Zusammenhang mit der Grundsteuerreform eine neue Grundsteuer, mit dem klangvollen Namen C. Sie gilt für baureife aber unbebaute Grundstücke und ermöglicht Gemeinden, einen höheren Hebesatz festzulegen und so eine Bebauung zu stimulieren.