Gesundheitsförderung

Unternehmen investieren nicht nur in die Gegenleistung, die Mitarbeiter in Form von Arbeit gegen Gehalt leisten, sondern auch in den gesamten Unternehmensprozess, dessen Leistungsfähigkeit von der Planbarkeit der Arbeitsleistung einzelner abhängt. Mitarbeiter, die von gesundheitlichen Problemen gequält werden, sind in so einem Prozess schwer verlässlich einzuschätzen und stellen ein Risiko für den störungsfreien Ablauf der Unternehmenstätigkeit dar. Der Gesetzgeber räumt, um betrieblicherseits Einfluss nehmen zu können, einen Freibetrag von 600,- € ein, der für eine betriebliche Gesundheitsförderung steuerfrei gewährt werden kann. Definiert wird die betriebliche Gesundheitsförderung als Maßnahmen, die direkt Einfluss auf die Gesundheit nehmen.

Eine Mitgliedschaft in einem Fitnessclub ist leider nicht auf der Liste. Albernheiten wie Aerobic, Pilates oder Yoga gelten nicht als direkt gesundheitsförderlich, Kurse, die die Magie eines rauchfreien Seins vermitteln, aber schon.

Rückenschule, Kurse zur Entspannung und Stressbewältigung, Ernährungsberatung und Fortbildungen im Bereich der Arbeitsgestaltung sind Teil des Umfangs, für die der Freibetrag gedacht ist. Ein untrügliches Zeichen zum Kreis der ausgewählten Angebote zu gehören ist, natürlich, denn wir sind ja wir, ein Zertifikat.

Für Mitarbeiter, die einem Zustand, in dem sie eine Rückenschule brauchen, vorbeugen möchten und bereits die Grundregeln der Nahrungsaufnahme beherzigen, gibt es zum Glück die Hoffnung auf einen Workaround: Die Freigrenze für Sachbezüge. Weil es kein Freibetrag, sondern eine Freigrenze ist, muss man etwas sensibel mit der Höhe der Zahlung umgehen - die darf nämlich 44,- €/Monat nicht übersteigen, sonst muss gleich der ganze Betrag versteuert werden, aber bis dahin ist so eine Mitgliedschaft im Fitnessclub durchaus steuerfrei zu gewähren. 

Wichtig ist, dass hier die Regeln des Sachbezugs eingehalten werden und dem Mitarbeiter nicht das Geld für die Mitgliedschaft überlassen wird.

Am Ende lassen sich beide Optionen kombinieren und so ein echter Mehrwert und auch ein wirksamer Gesundheitsplan entwickeln.

Übungsleiter und Ehrenämter
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