Arbeitszimmer beim Hausverkauf

03. October 2018

Verkaufe Haus mit Zimmer

Immer, wenn Dinge zu einem Betriebsvermögen gehören, muss man bei deren Veräußerung den Gewinn versteuern. Das gilt für Firmenwagen, Computer und andere Mobilien, die einem Unternehmen gehören. Das gleiche gilt natürlich auch für Immobilien. Hier kann sogar schon eine Änderung der Nutzung zu einer Versteuerung eines sogenannten Entnahmegewinns verpflichten.
Wird ein Haus sowohl gewerblich als auch privat genutzt, die gewerbliche Nutzung jedoch zugunsten der privaten Nutzung in ein anderes Gebäude verlegt oder aufgegeben, so muss der Gewinn, der sich aus der Entnahme in den privaten Besitz ergibt, versteuert werden.
Es gibt bei Immobilien jedoch eine Einschränkung Arbeitszimmer betreffend.
Schließt die gemischte Nutzung der Immobilie ein Arbeitszimmer ein und hat das einen Wert von unter 20.500,- € bei einem Wertanteil von maximal 20% der Immobilie, so wird das als untergeordneter Wert definiert. Damit liegt es im Ermessen des Inhabers, das Arbeitszimmer dem Privatvermögen zuzuordnen oder als gewillkürtes Betriebsvermögen zu behandeln.
Da der Begriff „gewillkürt“ ein im Sprachgebrauch eher unbekanntes Wortkonstrukt ist, sei hier eine sehr verkürzte Erläuterung improvisiert:
Ein gewillkürtes Betriebsvermögen ist, anders als das notwendige Betriebsvermögen, ein in Zusammenhang stehendes aber nicht notwendigerweise integriertes Betriebsvermögen. Es muss steuerlich nicht berücksichtigt, aber dokumentiert werden.

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