Auflösung des Freihafens

Der Begriff „Freihafen“ beinhaltet die Existenz einer zoll- und umsatzsteuerbefreiten Zone im Hamburger Hafen. Die Voraussetzungen diesen Status aufrecht zu halten sind jedoch nach Ansicht des Gesetzgebers nicht mehr gegeben und so wird aus dem Freihafen Hamburg ein ganz normaler Teil des Hafen Hamburg. Bis auf ein paar verlassene Zollkontrollstellen wird sich also zur Auflösung am 1. Januar 2013 kaum ein Unterschied erkennen lassen. Das gilt nicht für den Handel mit und im dann ehemaligen Freihafen.

Ab 2013 müssen Rechnungen dann auch hier mit gesetzlicher Mehrwertsteuer gestellt oder beglichen werden. 
Für Importeure ändern sich vor allem Zollbestimmungen. Das Lagern von nicht verzollter Ware ist dann nur noch befristet möglich und eine Verarbeitung gänzlich untersagt. Dafür fallen allerdings die Kontrollen beim Passieren des Freihafens weg.
Für die im Hamburger Hafen gelegenen Gegenstände des Anlagevermögens gibt es, und das ist die wirklich gute Nachricht, für alle dort ansässigen Unternehmen keine einfuhrumsatzsteuerrechtliche Behandlung und natürlich auch keine Verzollung während der Auflösung der Freihafenfunktion. Im Einvernehmen mit der Finanzbehörde der Stadt Hamburg wird zur Vereinfachung auch auf eine gesonderte Erstellung von Bestandslisten verzichtet. So sollte der Betrieb nach der Auflösung für die meisten Betroffenen reibungslos weiterlaufen und beim Besuch der Attraktionen des Hafen Hamburg gibt es zukünftig auch nach Überqueren der ersten Elbarme keine Kontrollen mehr.

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