Berufliche Nutzung von Investitionen rechtzeitig anmelden

12. May 2017

Gemischt genutzte Gegenstände

Die Sauna, obwohl häufig gemischt genutzt, ist damit nicht gemeint. Nein, es geht um Dinge, die gleichermaßen beruflich und privat zum Einsatz kommen. Das könnte ein Auto sein, wir möchten aber lieber ein ökonomischeres Beispiel anführen, eine Photovoltaik-Anlage. Natürlich soll das Beispiel auch einen Inspirationscharakter haben, aber es ist gleichzeitig auch angenehm exemplarisch, weil es im privaten Einsatz fast schon zwingend gemischt genutzt werden muss.
Strom, der von der Photovoltaik-Anlage erzeugt wird, kann sinnvollerweise verkauft werden. Der Inhaber der Anlage kann für den Strom gegenüber dem Käufer Mehrwertsteuer ausweisen und erwirbt damit das Recht, die Mehrwertsteuer aus den Anschaffungskosten geltend zu machen. Jedoch muss er laut Gesetz einen Teil des Stroms auch selber nutzen. Auf dem heimischen Dach kommt da in der Regel nur eine private Nutzung in Frage. So ergibt sich die gemischte Nutzung und bis dahin ist alles auch ganz einfach und nicht weiter aufregend. Die Aufregung könnte sich in der zweiten Hälfte des auf die Investition folgenden Jahres einstellen, wenn die Steuererklärung besprochen wird. Hat der Solaranlagenbetreiber nämlich bis Mitte des Jahres nicht schriftlich die Anlage beim Finanzamt dem sog. Unternehmensvermögen zugeordnet – also die Nutzung für den Gelderwerb mit dieser Anlage mitgeteilt – dann kann die gemischte Nutzung auch nicht in die Steuererklärung eingehen. Damit geht der Investition auf jeden Fall schon mal die Mehrwertsteuer verloren. Es ist also wichtig zu berücksichtigen, bei privaten Anschaffungen, die unternehmerisch genutzt werden, diese Nutzung bis zum 31. Mai des Folgejahres anzumelden.

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