06. September 2017

250,-€-Grenze und die richtige Adresse

Bisher lag die Grenze für nicht adressierte Rechnungen bei 150,- €. Wir hatten schon angekündigt, dass diese Grenze auf 250,- € angehoben wird, was nun passiert ist. Die Änderung gilt rückwirkend ab Anfang des Jahres. Das bedeutet, dass Rechnungen bis 250,-€ nicht an das Unternehmen adressiert sein müssen und die Umsatzsteuer dennoch abgesetzt werden kann.
In einer Interpretation, die wir kürzlich lasen und die einiges Stirnrunzeln ausgelöst hat, wird ein fragwürdiger Umkehrschluss beschrieben. Der Autor führt aus, dass, wenn auf einer Rechnung unter 250,- € dennoch eine Adresse steht, diese aber falsch ist, die Rechnung für das Unternehmen umsatzsteuerlich wertlos ist. Wir interpretieren das zwar anders, aber dennoch ist Vorsicht geboten. Falls also ein Empfänger auf dem Rechnungsbogen eingetragen wird, dann sollte der korrekt adressiert werden, um jedes Risiko der Ungültigkeit zu vermeiden. Für Rechnungen ab 250,- € ist die korrekte Adresse ohnehin Pflicht.

Die Beiträge ersetzen keine Steuerberatung oder ein persönliches Gespräch. Bitte beachten Sie, dass sich in Abhängigkeit des Datums der Veröffentlichung unserer Beiträge, Gesetze geändert haben können und so unsere Kommentare und Informationen bereits überholt sein können.

Kanzlei für Steuerberatung PartG mbB
info@dassteuerhaus.de

Segeberger Str. 1 · 23617 Stockelsdorf
Tel. 0451 - 7 99 26 - 0

Untere Straße 11 · 23968 Gägelow
Tel. 03841 -62 82 - 0