KSK Beitragssenkung

18. October 2016

4,8% auf alles

Die Künstlersozialabgabe (KSA) sinkt. 2017 müssen Unternehmen statt 5,2% nur noch 4,8% für die Verwertung künstlerischer oder publizistischer Werke an die Künstlersozialkasse (KSK) zahlen, wie Andrea Nahles popularitätsfördernd zu verkünden wusste.
„Wunderbar!“ wollen wir jetzt schnell noch laut rufen, bevor wir uns daran erinnern, dass diese Abgabe erst 2014 von 4,1% auf 5,2% erhöht wurde, nachdem sie noch davor sogar bei nur 3,9% lag.
Zur Erinnerung: Ein künstlerisches Werk ist u. A. auch eine Visitenkarte, die von einem Grafiker gestaltet wird. Da hilft es nicht einmal, wenn die nach vorliegendem Muster einfach nur nachgebaut wird.
In der Praxis wird sogar der Umsatz, der sich aus dem Druck dieser Karte ergibt, für die Berechnung der KSA zugrunde gelegt, sofern der Grafiker die Aufgabe der Vervielfältigung übernimmt.
Wenn Sie Fotografen, Werbeagenturen, Satzstudios oder PR-Agenturen beauftragen, die in der Rechtsform der GbR oder Einzelunternehmen gemeldet sind, ist auf jede von diesen Unternehmen gestellte Rechnung zusätzlich die Künstlersozialabgabe direkt an die KSK zu entrichten.
Anfang 2015 sind die Kontrollen für diese Abgabe verschärft und die Befugnisse für die KSK erweitert worden. Die daraus resultierenden Mehreinnahmen haben zu der aktuellen Senkung des Beitrags geführt.
Seit 2000 schwankt der Abgabesatz zwischen 3,8 und 5,8%. Mit 4,8% liegen wir also genau in der Mitte. Das ist doch schon mal was.

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