26. August 2015

Minijob und Mindestlohn

Beim Mindestlohn gibt es ein paar Fallen, die sich erst auf den 2. Blick offenbaren. Besonders Minijobs sind geeignet, die Planung gründlich zu verhageln.
„Geringfügig verdienend“ wird erst einmal auf den Verdienst eines Jahres bezogen. Wenn ein Strandkorbvermieter für 3 Monate im Sommer eine Vollzeitbeschäftigung anbietet, für den der Lohn dann auf 12 Monate verteilt ausgezahlt wird, dann geht das steuer- und sozialversicherungsrechtlich absolut in Ordnung.
Sobald jedoch die Arbeitszeit 635 h/Jahr überschreitet, wird der als Minijobber verpflichtete Mitarbeiter zum sozialversicherungspflichtigen Angestellten, ganz gleich, ob die weiteren Stunden ausgezahlt werden oder für das Folgejahr zur Auszahlung anstehen. Das ergibt sich aus dem Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Maximalverdienst, was rechtzeitig bedacht werden muss.
Gar nicht oft genug kann daran erinnert werden: Damit die Rechte des Minijobbers gewahrt bleiben, ist ein tagesaktuelles Arbeitszeitkonto zu führen. Die Strafen, die im Fall eines Verstoßes für den Arbeitgeber vorgesehen sind, überschreiten das, was sich noch mit Humor tragen lässt.

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