17. June 2014

Der Papst und die Steuer

„Passen Sie auf, wem Sie Ihr Geld geben!“ würde man vielleicht im Zusammenhang mit Spekulanten, Immobiliengeschäften, Equity-Fonds und seit einiger Zeit auch Banken mal hören. Dass das auch für eine Spende beim Papst ein hilfreicher Hinweis sein kann ist sicher erst mal überraschend, vom grundsätzlichen Disput über den Sinn der Spende einmal abgesehen. Das liegt wohl an den unterschiedlichen Voraussetzungen: Bei klassischen Investitionen ist es das Ziel, am Ende mehr Geld zu haben, was wesentlich schneller zu Enttäuschungen führen kann als bei einer Spende. Da ist ja schon klar, dass das Geld weg ist und man mit Sicherheit auch keinen Cent davon wieder sieht. Was soll da noch schief gehen? Nun, im Fall einer Spende an den Papst ist das die Anerkennung als Spende beim Finanzamt, die mit großer Sicherheit schief geht. Die Logik ist einfach: Der Papst als Empfänger vertritt den Heiligen Stuhl, der wiederum steht im Vatikan und dieser ist eben nicht Mitglied der EU oder Bestandteil des Europäischen Wirtschaftsraums. Das aber ist eine Grundvoraussetzung für die Anerkennung von Spenden. So wird also diese Spende, neben dem eigentlichen Einsatz der Spendenhöhe, zudem noch auf ganz irdische Weise zu versteuern sein.
Für alle, denen es aber ein Bedürfnis ist seinem Glauben auf diese Weise Ausdruck zu verleihen oder einfach nur zu helfen, ist der Umweg über die katholische Kirche der richtige Weg für eine anerkannte Spende.

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