Schwarzgeldkonten

18. September 2013

Weiß Geld Strategie?

Geld hat immer einen der es besitzt und eine Herkunft. Der bloße Besitz ist unverfänglich, aber die Herkunft bringt eine Verpflichtung mit sich. Erstens muss sie dokumentiert sein, zweitens muss man etwas abgeben, sogenannte Steuern. „Teilen macht glücklich, aber nicht reich“, denkt dann der eine oder andere und hält die Herkunft lieber geheim.
Ein Klassiker sind die Zinserträge aus Schweizer Banken, die man bis vor einiger Zeit unbeobachtet wachsen sehen konnte, ohne dass Steuern am Wachstum zu nagen vermochten. Das Ergebnis ist Schwarzgeld und ein mächtiger Dorn im Auge des Staates. Zu Recht, denn wir alle leben auf Basis solidarischer Vereinbarungen miteinander, die durch Schwarzgeld geschädigt werden.
Staaten & Banken, die ihr Bankgeheimnis nicht aufzugeben bereit waren, wurden massiv unter Druck gesetzt und so beherbergen nur noch Nordkorea und der Iran Schlupflöcher, die die Steuerhinterziehung unterstützen.
Banken haben sich deswegen angewöhnt, Kontoinhaber zum gegebenen Zeitpunkt um die Bestätigung einer ordnungsgemäßen Steueranmeldung zu bitten. Fällt die zu ihrer Unzufriedenheit aus oder wird gar nicht vorgelegt, zahlt die Bank das vorhandene Kapital mit Hilfe eines Schecks aus. Nur kann man den nicht einlösen. Da ist sie wieder: die Herkunft.
Um dem Dilemma zu entrinnen, gibt es die Selbstanzeige, die aus Schwarzgeld wieder schönes und sauberes – na eben ganz normales Geld macht.
Dabei ist es wichtig, die Zeit im Auge zu behalten. Wer allzu lange zögert kommt möglicherweise dem Finanzamt nicht zuvor und sieht sich Drakonischerem als nur der Steuernachzahlung gegenüber. Rechtzeitige Beratung mit dem Steuerberater ist hier besonders zu empfehlen.
Das Konzept der Kreditinstitute, hier Druck auf die Kunden auszuüben alles zu unternehmen, wieder ins Reine mit unserem Solidarsystem zu kommen, nennt sich Weißgeldstrategie – ein schönes Wort, auch wenn es Weißgeld eigentlich gar nicht gibt.
Zur Effizienz kann man sagen: Die heutige Vernetzung macht eine fast lückenlose Aufdeckung möglich.
Die einzige Art Geld noch geheim aufzubewahren ist der Sparstrumpf. Der wirft aber keine Erträge ab und ist damit: Völlig legal!

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