15. December 2012

Untertitel: Grundfreibetrag

Der Grundfreibetrag muss steigen. Das ist gesetzlich verankert und wird so auch passieren. Doch das reicht nicht, um dem entgegenzuwirken, was als kalte Progression bekannt ist.
Es geht dabei um Steuerentlastungen, die durch steigende Löhne wirkungslos bleiben. Man kann argumentieren, dass mehr Lohn auch mehr Steuern rechtfertigt. Nur ist der steigende Lohn eine Folge der Inflation und als Ausgleich derselben zu verstehen. Wenn aber nach dem Ausgleich der Inflation die Steuerlast trotz Steuerentlastung steigt, ist es keine Steuerentlastung mehr, sondern das was man kalte Progression nennt. Um dem entgegenzuwirken braucht es weitere Entlastungen, gerade für wenig Verdienende.
Ein Weg ist die Anhebung des Grundfreibetrags, der bis 2014 um 348,- € auf 8352,- €/Jahr steigen wird. Die Koalition bemüht sich aber um Durchsetzung weiterer Entlastungen und möchte ein Gesetz zum Abbau der kalten Progression zur Verabschiedung bringen. Besonders bitter für die Koalition dürfte sein, dass ausgerechnet ihr milliardenschweres Wachstumsbeschleunigungsgesetz von 2010 kaum wahrgenommen werden konnte, eben wegen der damit einhergehenden kalten Progression. Nur die durch das Gesetz gesenkte Mehrwertsteuer für Hotels, an die erinnern wir uns noch…

Die Beiträge ersetzen keine Steuerberatung oder ein persönliches Gespräch. Bitte beachten Sie, dass sich in Abhängigkeit des Datums der Veröffentlichung unserer Beiträge, Gesetze geändert haben können und so unsere Kommentare und Informationen bereits überholt sein können.

Kanzlei für Steuerberatung PartG mbB
info@dassteuerhaus.de

Segeberger Str. 1 · 23617 Stockelsdorf
Tel. 0451 - 7 99 26 - 0

Untere Straße 11 · 23968 Gägelow
Tel. 03841 -62 82 - 0